Jahrestagung 2016

Do. 25. Februar '16

Come together

8:30
Anmeldung und Come-together
9:15
Begrüßung: Ursula Schweizer, Vorsitzende des FVAO e.V.


Impulsvorträge von Experten aus Wissenschaft und Praxis

9:30
Rudolf Kast (Kast. Die Personalmanufaktur): Chef, Kumpel oder Tyrann – Neue Führung oder alles beim alten?
10:05
Prof. Dr. Heinz Schüpbach (Fachhochschule Nordwestschweiz, FVAO): Führungsaufgaben und Führungsverständnis
– aktuelle Trends psychologisch fundiert
10:40 Kaffeepause

Interview & Podiumsdiskussion

11:10
Interview: Detlef Lohmann (allsafe Jungfalk):
Und mittags geh ich heim – die völlig andere Art,
ein Unternehmen zum Erfolg zu führen
11:40
Podiumsdiskussion mit den Referenten der Impulsvorträge und des Interviews
12:30 Mittagessen

Praktische Impulse

13:30
Come together
13:45
Parallele Workshops (für mehr Info klicken)
14:30
Transfer
14:45
Parallele Workshops (für mehr Info klicken)
15:30 Kaffeepause

Tagesabschluss

16:00
Erkenntnisse aus den Workshops
16:15
Prof. Dr. Heinz Schüpbach (Fachhochschule Nordwestschweiz, FVAO):
Schlussimpuls


Get-together & Networking

ab 16:30
Ausklang bei Büffet und Getränken

Jahrestagung 2016

Keynotes

Am Vormittag finden 3 Impulsvorträge von Experten aus Wissenschaft und Praxis statt.


Keynote 1

Chef, Kumpel oder Tyrann - Neue Führung oder alles beim alten?

Die Arbeitswelt agiert immer dynamischer und vernetzter. Die Anforderungen an die Selbststeuerung und an die Kooperationsfähigkeit steigen. Dies bringt große und zum Teil auch neue Herausforderungen für die Führungskräfte. In der Arbeitswelt 4.0 wird Zeit für Kommunikation mit den Beschäftigten noch bedeutender. Gleichzeitig fordern die Generationen Y und Z mit ihrer nur noch befristeten Loyalität für Arbeitgeber umso mehr einen aufgeklärten Führungsstil ein. Gute Führung wird mehr denn je zum Stellhebel für erfolgreiche Unternehmen.


Rudolf Kast

KAST. DIE PERSONALMANUFAKTUR

Keynote 2

Führungsaufgaben und Führungsverständnis – aktuelle Trends psychologisch fundiert

Im Zentrum unternehmerischen Handelns steht heute der Kundennutzen. Darauf sind die Geschäftsprozesse ausgerichtet. Mitverantwortlich für die Erzielung des Kundennutzens sind die Mitarbeitenden. Der psychologische Vertrag verlangt von den Mitarbeitenden nicht mehr primär das Erledigen vorgegebener Aufträge unter Aufsicht der Führung, sondern eigenständig unternehmerisches, sehr flexibles Handeln. Grundlage dafür sind, gemäss dem Management-Prinzip der indirekten Steuerung, definierte Ziele. Diesen fühlen sich Mitarbeitende heute am ehesten verpflichtet – mehr als der Führungsperson, der sie formal unterstellt sind und mehr als dem Unternehmen, dem sie angehören.
Äusserlich am sichtbarsten sind die Entgrenzungen von Zeit und Raum. In der Tiefe verändert sich jedoch grundlegend die Zuschreibung von (Mit-)Verantwortung – z.B. für die Organisation der Arbeit und das Zeitmanagement, die Nutzung von Ressourcen, die Bewältigung von Schwankungen und Störungen, letztlich auch das eigene Wohlergehen und die Gesundheit.
Was bleibt da für die Führung? Welche Aufgaben kommen ihr heute (noch) zu? Führungspersonen stehen im Spannungsfeld von ökonomischer Rationalität und Leistungsdruck einerseits, von veränderten Ansprüchen der Mitarbeitenden an die Work Life Balance und den Gesundheitsschutz, von demografischem Wandel und Globalisierung sowie von rasantem digitalem Wandel andererseits. Sie sind Vor-Gesetzte, Wegbereitende und Unter-Stützende zugleich. Welche Führungsinstrumente stehen ihnen dafür zur Verfügung? Wie können sie bewirken, dass die Mitarbeitenden ihren Führungsanspruch akzeptieren und motiviert sind, sich für die definierten Ziele einzusetzen? Wie schaffen sie die Balance zwischen Verausgabung und Erholung, Leistungsbereitschaft und Belohnung? Auf die Fragen versucht der Beitrag, psychologisch fundierte Antworten zu geben.


Prof. Dr. Heinz Schüpbach

FACHHOCHSCHULE NORDWESTSCHWEIZ, FVAO

Keynote 3

… und mittags geh ich heim
Die völlig andere Art, ein Unternehmen zum Erfolg zu führen

Der Unternehmer aus Leidenschaft erzählt, was er alles nicht macht, was man sonst an der Universität über Wirtschaft lernt. Hierarchien? Abteilungen? Vorgesetzte, die Entscheidungen treffen? Damit hat der Unternehmenschef gehörig aufgeräumt – und hat die klassische Pyramide der Organisation auf den Kopf gestellt. Nach den Maßstäben der BWL kann sein Unternehmen gar nicht existieren. Doch die Realität beweist das Gegenteil: Der Laden läuft nicht nur, er ist auch extrem erfolgreich, flexibel, robust. Detlef Lohmann hat herausgefunden: Wenn man die richtigen Strukturen schafft und die Mitarbeiter dann machen lässt, müssen Führungskräfte nichts mehr tun. Die haben dann jede Menge Zeit für das, was Führung eigentlich sein sollte. Und mittags? Geht er einfach heim...


Detlef Lohmann

ALLSAFE JUNGFALK GMBH & CO. KG

Jahrestagung 2016

Workshops

Am Nachmittag finden zweimal 4 parallele Workshops zu unterschiedlichen Themen statt. Jeder Tagungsgast kann an zwei Workshops teilnehmen.


Workshop 1

Arbeit 4.0 – Die Anforderungen der modernen Arbeitswelt leistungs- und gesundheitsorientiert bewältigen

Wie muss die Arbeit von morgen gestaltet sein, damit hohe Leistung ermöglicht und die Gesundheit geschützt wird? Wie wollen Beschäftige in Zukunft arbeiten? Wie können auch kleine und mittelständische Unternehmen diesen Wandel aktiv mitgestalten?
Am Beispiel dreier Forschungsprojekte werden exemplarisch die Themen ständige Erreichbarkeit, neue Bürowelten sowie web-basierte Ansätze zur Gesundheitsförderung beleuchtet. Fallbeispiele und Erfahrungen aus der betrieblichen Arbeit illustrieren den Impulsvortrag und bieten Ansätze zum Erfahrungsaustausch und Dialog.


Dr. Nina Pauls

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Workshop 2

Learning Networks
Join us in our success – Führungskräfte machen sich gegenseitig stark

Originalton:
„Mein Learning Network ist ein sicherer Hafen, in dem ich Themen diskutieren oder Lösungen ausprobieren kann, ohne zu befürchten, dass ich als schwacher Manager bewertet werde. Diese Menschen sind mit zu den wichtigsten Menschen meines Lebens geworden. Sie fordern mich heraus, wenn es um die Umsetzung geht, und lassen nicht locker, bis das Thema erledigt ist.“

Komplex denkende Manager sind gefragt, die für ihre Entwicklung selbst Verantwortung übernehmen und mit Veränderung in ihrem Umfeld souverän umgehen können. Fähigkeiten wie bereichsübergreifendes Handeln, Zusammenarbeit und Denken in Netzwerken werden verlangt. Die spezifische funktions- und bereichsübergreifende Struktur eines Learning Networks ist das perfekte Setting, um solche Fähigkeiten auszubauen.

Learning Network ist eine bewährte Methode der Selbstorganisation und des Teamcoachings. Eine Gruppe besteht aus 7–9 Managern mit unterschiedlichen Funktionen und aus unterschiedlichen Bereichen, aber vergleichbaren Führungslevels.

In diesem Workshop wollen wir folgende Fragen diskutieren:

  • Wie funktioniert ein Learning Network?
  • Warum sollte eine Firma daran interessiert sein?
  • Was macht Learning Networks aussergewöhnlich?
  • Funktioniert das wirklich?


Anette Leins

L.EINS – organizational psychologist, Basel, CH und Oakland, USA

Workshop 3

Die Freiburger Erfolgsfaktoren:
Was unterscheidet die besten Führungskräfte von den guten?

In der Forschung des Freiburg Instituts hat sich gezeigt, dass Führungskräfte und Projektleiter, die ihren generellen Führungsstil an den Erfolgsfaktoren ausrichten, deutlich erfolgreicher sind. Kennzeichnend für diesen Führungsstil sind eine wertschätzende, optimistische Grundhaltung und die Kompetenz, wichtige Aspekte klar und strukturiert darzustellen, sowie externe Unterstützung sicherzustellen. Projektleiter und Führungskräfte mit diesen Qualitäten übertrafen die selbstgesteckten Ziele wesentlich häufiger als Projektleiter und Führungskräfte, deren Führungsstil nicht auf den Erfolgsfaktoren basierte.

In einem interaktiven Vortrag vermitteln wir Ihnen nützliche und spannende Informationen zu dem prämierten Modell der Freiburger Erfolgsfaktoren. Was unterscheidet die besten Führungskräfte von den guten? Was sind die Hebel für Projekterfolg? Durch Video-Bestpractices erhalten Sie praktische Einblicke und sehen, was die besten Führungskräfte anders machen und vor allem wie sie es umsetzen.


Steffen Alves

Freiburg Institut - Coach & Consultant

Workshop 4

Die interne Kommunikation als Führungsaufgabe

Die Arbeitsweise in Unternehmen hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert und stellt die interne Kommunikation vor ständig neue Herausforderungen. Der stetige Innovationsdruck, kontinuierliche Change-Prozesse und der wachsende Bedarf an Fachkräften machen moderne Kommunikationsprozesse unerlässlich. Die Mitarbeiter sollen an das Unternehmen gebunden werden. Dazu ist es wichtig, interne Prozesse und Veränderungen richtig zu erklären. Um die Motivation und Leistungsfähigkeit auf hohem Niveau zu halten ist eine ehrliche, authentische Kommunikation unverzichtbar. Trotzdem wird die Mitarbeiter-Kommunikation bei den meisten Unternehmen vernachlässigt und steht im Schatten der externen Kommunikation.
Professionelle interne Kommunikation kann einen bedeutenden Beitrag zur Wertschöpfung im Unternehmen leisten. Das Ziel ist dabei ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu schaffen und ein höheres Engagement für die Unternehmensziele zu bewirken. Darüber hinaus sollen die für den Arbeitsprozess relevanten Informationen zielgerichtet vermittelt und gleichzeitig ein Feedback aus den einzelnen Unternehmensbereichen und die Geschäftsleitung zurückgegeben werden.
Unternehmen mit herausragendem Geschäftserfolg zeichnen sich grundsätzlich auch durch eine hervorragende interne Kommunikation aus.

Folgende Themen sollen genauer betrachtet werden:

  • Weitergabe von Information oder Kommunikation – was ist der Unterschied?
  • Wann soll welches Medium genutzt, und welche Information soll zu wem kommuniziert werden?
  • Warum vertrauen alle der E-Mail als Haupt-Kommunikationsmedium und wo liegen dabei die Gefahren?
  • Warum wird der Blick nach innen, also die Kommunikation in den „Maschinenraum“ so oft vernachlässigt und was hat das mit Führung zu tun?
  • Internationale Führungsstile und die Rolle der internen Kommunikation


Volker Germann - Inhaber Germann-Kommunikation

Dr. Michael Eichler - Geschäftsführer Scriptorium



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